Siegel des Kirchenkreis Altholstein

Die Weltwärtsfreiwilligen

der Kilimanjaro-Partnerschaft-Altholstein stellen sich vor

Weltwärts-Freiwillige

Die Weltwärtsfreiwilligen Jhrg. 2015/16 mit Sister Ester und Sister Lilian

Seit 2009 arbeiten jedes Jahr zwei Weltwärtsfreiwillige in dem Partnerschafts-Projekt des Kirchenkreises aktiv mit. Sie unterstützen die Mitarbeiter vor Ort und besuchen die Gemeinden und bedürftige Familien. Sie gestalten die monatlichen Waisentreffen mit und halten Kontakt zu den geförderten Schulkindern. Schon in Deutschland haben sie deshalb fleißig die Landessprache Suaheli gelernt.

Die Freiwilligen werden vom Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit (ZMÖ) im Rahmen des Weltwärts-Programmes des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit an den Kilimanjaro entsandt.

Lebensgeschichte vom Heiligen Berg

Karibu Sister Ester

Die Weltwärtsfreiwilligen Jhrg. 2016/17 begrüßen Sister Ester in Deutschland

„Karibu- Herzlich willkommen!“

Die Diakonisse Sister Ester Tango, Leiterin des tansanischen Waisenprojektes „Kiel für Kinder am Kilimanjaro“, war 2017 zu Besuch in Hamburg und Kiel. „Karibu- Herzlich willkommen!“, so fröhlich empfingen Klara und Helena, die beiden ehemaligen Freiwilligen des Projektes, die Diakonisse Ester Tango in Hamburg. Die beiden jungen Frauen haben 2016/17 ihren Freiwilligendienst im Partnerschaftsprojekt in Tansania gemacht. Eingeladen war die Leiterin des Projektes Sister Ester vom „ Zentrum Mission und Ökumene“ der Nordkirche, ZMÖ, in Hamburg. Seit immerhin neun Jahren arbeiten jeweils zwei junge Freiwillige aus Deutschland in dem Projekt mit, vermittelt durch das ZMÖ. Sie alle kehrten mit großer Leidenschaft für Tansania, das Land, seine Menschen und insbesondere seine Kinder zurück. Im Rahmen dieses Besuches wurde der Einsatz der Freiwilligen evaluiert. Von Hamburg reiste Sister Ester weiter nach Kiel. Hier traf sie sich mit den Ehrenamtlichen des KiPA-Teams, die sich auf deutscher Seite für dieses Projekt engagieren. Es wurden viele Gespräche geführt, die sich um die Situation der Waisenkinder dort drehten: Reicht die Unterstützung aus dem Kirchenkreis, um in 32 Gemeinden den Waisenkindern, den Ärmsten und Kranken zu helfen? Sollte etwas in dem Programm verändert werden und wie wirkt oder was bewirkt das Projekt konkret? Schwester Ester hatte viele Beispiele im Gepäck. Sie erzählte von zwei Waisen, die ohne den Einsatz von KiPA, den Spendengeldern und den anderen engagierten Freiwilligen nicht das geworden wären, was sie heute sind:

„Da ist Zaina Musa Kuya. Ein Mädchen aus Rongai, stammt aus einer Massaifamilie. Ihr Vater hatte 3 Frauen, ihre Mutter ist die 2. Frau, die 3. Frau hatte Aids und steckte durch die Heirat alle an. So starben zunächst der Vater und alle 3 Frauen anschließend. Trotzdem konnte Zaina nach der Grundschule auf Grund ihrer guten Zensuren und der Unterstützung durch unser Projekt, auf das Gymnasium gehen und machte 2013 dort einen guten Abschluss. Jetzt ist sie auf dem Lehrer-Kolleg, um sich auf das Lehramt vorzubereiten. Von Anfang an wurden für sie die Schulgebühren bezahlt. Ist das nicht ein Wunder? Ein Mädchen mit so einem Schicksal kann jetzt ihr eigenes Leben gestalten und später davon leben.

Da ist Amani Paskali Uiso. Auch seine Eltern sind gestorben, sowie die erstgeborenen Zwillinge. Er aber wollte leben, obwohl er wusste, dass auch er mit HIV infiziert ist. Er besorgte sich regelmäßig die nötigen Medikamente. Sister Tango und der Fieldworker sorgten dafür, dass die Schulgebühr bezahlt wurde und er auch ein Taschengeld bekommt, um sich die nötige vitaminreiche Nahrung zu besorgen. Heute ist er auf der Universität und ist im 2. Jahr um den Bachelor in Informatik zu machen.“

So viele Schicksale könnte sie erzählen. Dabei betonte sie immer wieder, wie wichtig es sei, den größeren Jugendlichen ein kleines Einkommen zu ermöglichen, um sich selbst zu versorgen. In eigens geschaffenen Seminaren lernen sie, wie man Ziegen oder Hühner hält, Danach starten sie mit ihren eigenen Tieren.

In Kiel besuchte Schwester Ester Tango viele Hilfsangebote und Einrichtungen, die mit Kindern und Familien arbeiten. So konnte sie einen Eindruck gewinnen, wie in Deutschland Kindern in Not geholfen wird.

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