Siegel des Kirchenkreis Altholstein

Land & Leute

 

Der Kilimanjaro ist die Touristenattraktion Tansanias. Mit 5896 Metern ist er der höchste Berg Afrikas. Oft ist der Gipfel schneebedeckt – noch. Denn auch in Tansania ist der Klimawandel spürbar. So gibt es immer öfter lange Dürreperioden und schwere Überflutungen.

Meist ist der Gipfel des Kilimanjaro gar nicht zu sehen – Wolken versperren fast immer den Blick. Dank dieser Wolken gibt es an den Hängen genug Wasser. Ein perfekter Ort um Kaffee, Bananen, Mais und Bohnen zu pflanzen. Oft wachsen diese Pflanzen auf ein und demselben Feld, so dass die Bananen den anderen Sträuchern Schatten spenden.

Die Kaffeebohnen gehen größtenteils in den Export – die Bauern selbst trinken lieber Tee. Das traditionelle Grund- nahrungsmittel sind Kochbananen. Sogar Bier (pombe) wird aus den Bananen gebraut.

Reiche Natur und bittere Armut

Weshalb brauchen die Menschen am Kilimanjaro trotzdem unsere Hilfe?

Preisschwankungen auf dem internationalen Kaffeemarkt und niedrige Verkaufserlöse führen zu unregelmäßigem Einkommen der Kleinbauern. Sie sind oft bitterarm und haben keinerlei Rücklagen.

Da es keine staatlichen oder privaten sozialen Sicherungssysteme gibt, bedeuten Krankheit, Unfall oder Tod der Ernährer eine Katastrophe – sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für die Ältesten der Familie. Durch die hohe HIV-Infektionsrate von 10 Prozent kommt jetzt noch mehr Leid über die Familien.

Neben AIDS ist Malaria ein großes Problem. Jährlich sterben in Tansania an dieser Infektion rund 60.000 Menschen, und nach wie vor führt Malaria die Krankheitsstatistiken an.

Entfernt man sich etwas von den Hängen des Kilimanjaro, verschlechtern sich die landwirtschaftlichen Bedingungen deutlich. Manche Regionen des Kirchenkreises Ostkilimanjaro sind äußerst trocken und nur bedingt für Landwirtschaft geeignet, was zu Hunger und chronischer Unterernährung in vielen Gebieten führt.

Bildung – der Schlüssel für Veränderung

Obwohl der Grundschulbesuch in Tansania grundsätzlich kostenlos ist, gehen längst nicht alle Kinder zur Schule. Denn häufig müssen die Kinder zuhause mitarbeiten, der Schulweg ist sehr weit oder den Eltern fehlt das Geld für die obligatorische Uniform. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf eine Privatschule, die deutlich besser ausgestattet sind.

Zudem erschweren Sprachbarrieren das Lernen. Es gibt weit mehr als 100 verschiedene Sprachen in Tansania! Die Amtssprachen Kisuaheli und Englisch lernen die Kinder in vielen Fällen erst in der sechsjährigen Grundschule. In der weiterführenden Schule wird dann hauptsächlich auf Englisch unterrichtet.

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Karte: Tansania - Ostkilimanjaro
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